ETF-Dachfonds

Kurze Definition:

Ein ETF-Dachfonds ist ein Fonds, der in andere Fonds investiert. Du legst dein Geld über den Dachfonds in ganz viele ETF-Töpfe. Diese ETF-Töpfe bilden verschiedene Branchen, Regionen Sektoren oder anderes ab.

ETF kennst du ja schon: Das ist ein an der Börse gehandelter passiver Investmentfonds. ETFs, auch Indexfonds genannt, zielen darauf ab einen Index 1:1 abzubilden. Siehe auch unter ETFs.

Weitere Informationen:

Oft wird beim ETF-Dachfonds von einer doppelten Risikostreuung gesprochen. „Doppelt“, weil ja ein ETF schon eine breitere Risikostreuung aufweist als eine einzelne Aktie und der ETF-Dachfonds  viele ETFs bündelt, das relative Risiko also nochmals relativiert. In einem Dachfonds werden also mehrere Einzeltöpfe quasi zusammengeschüttet.

Aber wie funktioniert den jetzt ein ETF-Dachfonds?

 

Einfach gesagt, wie ein ganz normaler ETF. Er bildet den Verlauf von Indizes wie z.B. dem DAX ab. Steigt der Kurs, dann steigt auch der Dachfonds. Wenn der Kurs fällt, fällt natürlich auch der Dachfonds.

Beispiel: Du könntest in einen ETF mit Aktien aus der deutschen Autobranche investieren. Zusätzlich könntest du je einen ETF aus den Branchen KI, Gesundheit, Biopharma kaufen. Oder du investierst gleich in einen ETF-Fonds, der diese Branchen-ETFs bündelt. Du streust also dein Risiko breiter.

Im Vergleich zu einem einzelnen ETF, wird der ETF-Dachfonds aktiv gemanagt. Der Fondsmanager entscheidet somit, wie jeder einzelne Indexfonds gewichtet wird. Da der Dachfonds aktiv gemanagt wird, sind die Kosten auch viel höher als bei einem ETF.

Und, auch das musst du bedenken: Die Rendite der Dachfonds ist durchgehend schlechter als bei vergleichbaren Indizes. Selbst dann, wenn sie in hochbewertete Einzel-ETFs investieren. Das Management schichtet die Einzelwerte oft um. Das wirkt sich negativ auf die Kosten der Dachfonds aus. Weil ganz normale ETFs passiv gemanagt werden und somit kostengünstiger sind, empfehlen wir auf einzelne ETFs zu setzen statt auf einen ETF-Dachfonds.

Auf was muss ich bei einem Kauf von einem ETF-Dachfonds achten?

      1. Wenig Aktionismus des Fondsmanagers ist sehr wichtig.

 

      2. Auf ein unterdurchschnittliches Risiko der Wertpapiere.

 

      3. Du solltest auf eine möglichst breite Streuung des ETF-Dachfonds achten.

Über die letzten drei Jahre lagen ETF-Dachfonds (konservativ) 15% hinter dem jeweiligen Index zurück. Jährlich schaffen diese Dachfonds etwa 2% Rendite.

Vorteile

     1. Der Dachfonds bietet eine breite Streuung an.

Nachteile

 

      1. Hohe Gebühren oft bis zu 1,5% – die oft durch eine Performancegebühr noch erhöht werden.

      2. Der Fondsmanager wechselt oft die Wertpapiere im Fonds.