Aktie

Kurze Definition: 

Die Aktie ist ein Wertpapier, auf dem notiert ist, dass man einen bestimmten Anteil am Unternehmen besitzt. 

Weitere Informationen: 

Unternehmen können eine Aktiengesellschaft gründen und damit über die Aktienmärkte Kapital bekommen.

Von dem Unternehmen werden dann Aktien herausgegeben und verkauft, so dass die Anleger die Möglichkeit haben, Aktien zu kaufen und somit einen kleinen Teil am Unternehmen zu besitzen. 

Das Unternehmen muss die Anleger über die Ziele des Unternehmens informieren. Dafür gibt es jedes Jahr eine Hauptversammlung, bei der Gewinne oder Verluste präsentiert werden. Wenn es dem Unternehmen gut geht, profitieren die Anleger dadurch, dass sie eine Dividende erhalten, die jedes Jahr einmal ausgeschüttet wird. Diese ist bei jedem Unternehmen unterschiedlich hoch. Normalerweise profitieren die Aktionäre aber hauptsächlich vom steigenden Kurs der Aktie. Es wird zwischen Dividendenaktien und Wachstumsaktien unterschieden. Somit kann der Aktionär, also der, der die Aktie gekauft hat, durch dieDividendeeinen Gewinn machen – oder auch, wenn die Aktie steigt. Dies nennt sich Wachstum. Amazon ist eine Wachstumsaktie und schüttet keine Dividende aus. Allianz dagegen ist eine Dividendenaktie und schüttet jährlich 4,5% aus. Dafür ist der Chart-Verlauf von Amazon deutlich besser als von Allianz. 

Wenn ein Aktionär über 50% an Aktien besitzt, ist er Hauptanteilseigner und ihm gehört faktisch das Unternehmen. 

Die Rechte der Aktionäre 

Verwaltungsrecht: dient dazu, die Interessen der Aktionäre zu vertreten und durchzusetzen. 

Vermögensrecht: dient dazu, dass der Aktionär am Gewinn beteiligt wird. 

Vorteile

1. Kursgewinne durch Aktienkauf: Durch den Kauf einer Aktie erwirbt man einen Anteil am Unternehmen, das die Aktie herausgibt und nimmt quasi Anteil an der Wertentwicklung dieses Unternehmens. Laufen die Geschäfte gut, steigt der Wert des Unternehmens, die Aktie steigt – und der Anleger macht anteilsmäßig Gewinne. 

2. Dividende: Viele Aktienunternehmen zahlen jährlich eine Dividendenrendite aus. Im Prinzip funktioniert dies wie bei Zinsen auf eingesetztes Kapital: Der Anleger bekommt jährlich z.B. 4% des Basiswertes. 

3. Langfristiges Anlegen: Auf Dauer sind Aktien oft gewinnbringender als alle andere Sparmöglichkeiten. 

4. Flexibilität: Der Handel mit Aktien ist sehr flexibel; das heißt, dass Aktien zu jedem Zeitpunkt gekauft und verkauft werden können. Im Gegensatz zu Geld in einer Immobilie kann man Geld in Aktien also schnell wieder abziehen und anderweitig einsetzen.  

5. Große Auswahl: Es gibt Aktien in allen Bereichen: Von alteingesessenen Lebensmittelketten bis hin zu zukunftsträchtigen Branchen, von Start-up-Unternehmen, deren Gewinnerwartungen ungewiss sind, bis zu Dividendenaktien, deren Ausschüttung sich seit Jahrzehnten steigert. Es ist für jeden was dabei. 

Nachteile 

1. Unsicherheit: Bei Aktien gibt es ein Verlustrisiko. Die Aktie kann sinken, das Unternehmen kann insolvent werden und aufgelöst werden. Dann kann es bis zum Totalverlust kommen. 

2. Spannung: Wenn eine Aktie langsam über 6 Monate um 20% steigt, danach aufgrund eines Skandals oder einer Twitter Meldung von Donald Trump innerhalb kürzester Zeit um 25% fällt, ist das für den Anleger oft kaum auszuhalten. Ich erinnere an Kostolanys Zitat: „An der Börse ist 2 + 2 niemals 4, sondern 5 -1.“ 

3. Dividende: Die Dividende wird von den Unternehmen öfters geändert. Der Anleger kann sich darauf also nicht verlassen. 

4. Rendite: Es gibt keine feste Rendite für den Anleger wie die Zinsen bei einem Sparbuch.