Aktiengesellschaft (AG)

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Kurze Definition:

Eine Aktiengesellschaft, kurz AG, ist eine Gesellschaft, dessen Grundkapital in unterschiedliche Aktien aufgeteilt ist. Die Aktionäre sind also anteilig Eigentümer des Unternehmens.

Weitere Informationen:

Die AG ist eine der bekanntesten Formen der Kapitalgesellschaft. Es ist normalerweise die übliche Gesellschaftsform für börsennotierte Firmen.
Die Aktiengesellschaft zählt zu den Kapitalgesellschaften oder Handelsgesellschaften und unterliegt bestimmten Rechten und Pflichten.

Gründung einer Aktiengesellschaft:

Die AG ist erst dann offiziell, wenn sie im Handelsregister eingetragen wurde. Zur Gründung der AG muss dann ein Gesellschaftsvertrag ausgehandelt und vom Notar beurkundet werden. Dann wird der Firmensitz usw. festgeschrieben. Das Mindestgrundkapital für eine AG liegt bei 50.000 €. Davon müssen mindestens 12.500 € zum Zeitpunkt der Gründung einbezahlt werden.

Organe und Geschäftsführung der Aktiengesellschaft:

Es gibt drei wichtige Teile der Aktiengesellschaft: Geschäftsführung, Aufsichtsrat und Hauptversammlung.

Geschäftsführung (Vorstand)

Außerdem muss es einen oder mehrere Geschäftsführer im Unternehmen geben, die vom Aufsichtsrat berufen werden. Diese vertreten dann das Unternehmen in die Öffentlichkeit und bilden gemeinsam den Vorstand, welcher über wichtige Entscheidungen zusammen mit dem CEO des Unternehmens entscheidet.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat ist ein wichtiges Kontrollorgan innerhalb einer AG, dass von Anfang an vorhanden sein muss. Der Aufsichtsrat wird von der Hauptversammlung gewählt und hat den Vorstand zu benennen und seine Geschäfte sorgfältig zu prüfen.

Hauptversammlung

Hier kommen die Aktionäre einmal pro Jahr zusammen, um wichtige Entscheidungen zu fällen. Außerdem wird hier die Dividende beschlossen.

Buchführung in einer Aktiengesellschaft (AG)

Am Ende jedes Jahres muss eine Bilanz gemacht werden, wie sich das Jahr für die AG wirtschaftlich entwickelt hat. Die AG ist verpflichtet, im elektronischen Bundesanzeiger den Jahresabschluss mit Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung zu veröffentlichen.

Vorteile

  1. Es gibt eine Haftungsbeschränkung auf den Aktienwert.
  2. Probleme beim Übertragen von Aktien gibt es nicht.
  3. Es gibt dann eine finanzielle Unabhängigkeit durch den Börsengang.
  4. Der Bestand der AG ist unabhängig vom Mitgliederwechsel.
  5. Die AG vermittelt einen Eindruck von Professionalität und Seriosität.
  6. Das Unternehmen kann mit Stammaktien abgesichert werden.

Nachteile

  1. Eine notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags ist notwendig.
  2. Das Unternehmen hat dann einen hohen Verwaltungsaufwand.
  3. Es ist Pflicht zur Bilanzierung nach der HGB (recht aufwändig).
  4. Es gibt einen erhöhten organisatorischer Aufwand, da drei Gremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung) nebeneinander arbeiten.

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