Anleihen

0 Kommentare

Kurze Definition:

Anleihen sind sowohl verzinsliche Wertpapiere und Rentenpapiere als auch Obligationen. Wenn du eine Anleihe erwirbst, gibst du dem Heraus­geber der An­leihe einen Kre­dit. Für diesen Kredit bekommst du Zin­sen und in der Regel am Ende der definierten Lauf­zeit dein Kapi­tal zurück.

Weitere Informationen:

Du hast die Möglichkeit, die Anleihe vor dem Ende der Laufzeit zu verkaufen. Eine Anleihe ist eigentlich eine recht si­che­re Geld­anlage und Kurs­ver­än­de­rungen fallen nor­maler­weise deutlich geringer aus als bei Aktien oder Fonds.

Als Anleger kannst du unter­schied­liche An­leihen kau­fen, zum Bei­spiel Staats- oder Unternehmensanleihen.

Das Grundprinzip ist einfach: Je mehr Risiko, desto höher die Zinsen. Je sicherer, desto weniger Zinsen. Wer also einem wenig kreditwürdigen Staat Geld leiht, bekommt zwar ordentliche Zinsen, muss aber bis zuletzt bangen, ob er sein eingesetztes Kapital jemals wieder zurückbekommt oder ob der Statt pleitegeht. Bei einem Unternehmen ist dies ebenso.

Beispiele: Eine Anleihe für Venezuela bringt derzeit deutlich über 10% Zinsen – aber würdest du diesem Staat in der heutigen Zeit tatsächlich Geld leihen? Zumindest wäre das hochspekulativ. Eine Anleihe für die Bundesrepublik ist dagegen so sicher, dass du derzeit keine Zinsen bekommst – oder sogar Negativzinsen zahlen musst! Bei Unternehmen ist das Prinzip identisch: Eine Anleihe für ein sicheres Unternehmen bringt deutlich weniger als für ein Unternehmen mit einem unsicheren Geschäftsmodell.

Meist haben Anleihen bereits bei Herausgabe eine fest definierte Laufzeit und somit einen festen Tilgungstermin. Das macht sie zu einem angenehmen, planbaren Investment. Es gilt die Regel: Je kürzer die Restlaufzeit, desto geringer das Risiko einer Anleihe.
Es gilt: je länger die Restlaufzeit, desto stärker reagiert der Kurs der Anleihe auf kleinste Änderungen des Marktzinses.

Wichtig: Die Höhe der Zinsen hängt hochgradig von der Sicherheit ab, das eingesetzte Kapital zurückzubekommen. Sowohl Unternehmen als auch Staaten werden regelmäßig von sogenannten Ratingagenturen in Bezug auf ihre Kreditwürdigkeit eingestuft. Das Rating geht von „AAA“ (maximale Sicherheit) bis, je nach Agentur, „C“ oder „D“ (hochspekulativ).

Wichtig zu wissen: Kupon: Auch Normalzins genannt bekommst du vom Emittenten, wie z.B. der Bank Geld in Form einer Zinszahlung. Emittent: Emittenten (z.B. Unternehmen/Bank) geben Wertpapiere wie Aktien heraus oder sie stellen diese aus.

.

Vorteile von Anleihen:

  1. Anleihen haben risikoarme Wertzuwächse.
  2. Es gibt eine geringe Volatilität (Die Volatilität ist ein Ausmaß für die Wechsel von Wertpapierkursen innerhalb einer kurzen Zeitspanne).
  3. Der Anleger bekommt regelmäßige Zinsen.
  4. Der Kunde kann die Anleihe verkaufen, wann er will und ist damit flexibel.
  5. Die Rückzahlung bei Anleihen ist festgesetzt.

Nachteile von Anleihen:

  1. Es gibt ein Verlustrisiko.
  2. Es ist möglich, dass der Emittent insolvent geht und du damit dein ganzes Geld verlierst.
  3. Wenn es eine Inflation in dem Land gibt, von dem du die Anleihe hast, ist das natürlich schlecht.

Ergänzung: Die meistgekauften Anleihen findest du hier.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.