Inflation

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Kurze Definition:

Bei einer Inflation wird Geld im Lauf der Zeit weniger wert – es wird „entwertet“.

Weitere Informationen:

Inflation ist im Prinzip etwas ganz normales. Wenn deine Eltern oder Großeltern erzählen, dass, beispielsweise, die Semmel damals umgerechnet 10 Cent gekostet hat, während sie heute 55 Cent kostet – dann ist das der Inflation zu verdanken. Die sogenannten Preissteigerungsraten werden monatlich und jährlich für jedes Land berechnet. Eine Inflation von 2%, so der Gedanke heute, ist wünschenswert, weil sie ja von einer dynamischen Entwicklung zeugt.

Nun gibt es deutlich höhere Inflationsraten, die oft wirtschaftlich oder politisch bedingt sind. Dann weisen die Steigerungsraten manchmal zweistellige Prozentraten auf – im Monat! Man spricht dann von einer Hyperinflation. Steigen beispielsweise die Lebensmittelpreise pro Monat um 10%, so kostet das Brot heute vielleicht 2 Euro und in einem Jahr sind wir schon bei 4,50 Euro. Jeder Euro ist also nicht einmal mehr die Hälfte wert wie vor Jahresfrist – er ist dadurch entwertet. Das Geld solider Sparer auf dem Konto wird ebenfalls entwertet, weshalb es viele abheben. Denn bei einer Hyperinflation verliert die Bevölkerung natürlich das Vertrauen in die Währung und vertraut wieder mehr auf Sachwerte.

Es gab Zeiten, auch in Deutschland! In der die Inflation so gewaltig war, dass ein Brot 1 Millionen kostete und eine Woche später schon 1,2 Millionen.

Unterschiedliche Arten einer Inflation

1. Angebotsinflation

Unternehmen können die Preise erhöhen und dadurch sorgen sie für steigende Kosten. Das funktioniert natürlich nur, wenn viele Unternehmen dies tun.

2. Nachfrageinflation

Die Verbraucher, also wir, wollen so viele Waren haben das die Unternehmen nicht mehr nachkommen und das Angebot nicht mehr ausreicht. Die steigende Nachfrage treibt somit die Preise in die Höhe.

Hohe Inflationsraten

  1. Venezuela hatte mit 1.087,51 % die höchste Inflationsrate. (2017) Es ist die mit Abstand höchste Inflation der Welt.
  2. Die Ukraine hatte in Europa die schlechteste Inflationsrate 2017. Mit 14,44% waren sie knapp 3% vor der Türkei und das, obwohl sie 2013 noch eine Deflation hatten.
  3. Der Tschad ist das Land das mit −0,92 % die kräftigste Deflationsrate der Welt hatte (2017).
  4. Irland hatte 2017 mit 0,34% die niedrigste Inflationsrate Europas. Es gab kein Land in Europa, das eine Deflation hatte.

Wichtig zu wissen: Die Deflation ist genau das Gegenteil einer Inflation. Das Geld wird im Laufe der Zeit mehr wert.

Wenn ihr die Inflation/Deflation eines genauen Landes wissen wollt, schaut doch einfach hier nach.

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